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berühmte Mackenzies der neueren Geschichte

Sir Alexander MacKenzie

Sir Alexander MacKenzie (* 1764 in Stornoway; † 12. März 1820 in Mulinearn bei Dunkeld) oder gälisch Alasdair MacCoinnich war ein schottisch-kanadischer Entdecker, der Expeditionen im Nordwesten Kanadas unternahm. Nach ihm ist der Fluss Mackenzie benannt. 1774 wanderte die Familie MacKenzie von Schottland nach New York aus. Von dort aus siedelten sie fünf Jahre später nach Montreal um.


Mackenzie brach 1789 von Fort Chipewyan zu seiner ersten Expedition in den Nordwesten Kanadas auf. Ziel der Unternehmung war das Finden einer Verbindung zum Pazifik oder der Nordwestpassage. Nach dem Aufbruch von Fort Chipewyan führte die Suche zum Großen Sklavensee und am 29. Juni zur Entdeckung des Fluss Mackenzie. Zusammen mit seinen Begleitern folgte MacKenzie dem Flusslauf mit Kanus bis zu seinem Delta, wo er am 10. Juli 1789 schließlich den Arktischen Ozean erreichte. Angeblich war MacKenzie so betrübt über diesen Fehlschlag, dass er den Fluss "Disappointment River" taufte.


Im Oktober 1792 brach er, wiederum von Fort Chipewyan, zu seiner zweiten Expedition auf. Begleitet wurde er auf seiner zweiten Entdeckungsreise von seinem Cousin Alexander Mackay, sechs französischen Abenteurern, zwei einheimischen Indianern und seinem Hund. Nachdem er den Winter in Fort Fork verbracht hatte, gelang es ihm im Frühling eine Crew für sein Unternehmen anzuheuern, woraufhin am 9. Mai 1793 der Abmarsch erfolgte. Am 18. Juni entdeckte er den Fraser River und am 20. Juli erreichte die Expedition schließlich die Pazifikküste bei Bella Coola. Damit war er der Erste, der Nordamerika nördlich von Mexiko durchquerte. Durch das feindselige Verhalten der Heiltsuk zum Umkehren gezwungen, ritzte er, am westlichsten Punkt seiner Expedition angekommen, bei Dean Channel "Alex MacKenzie / from Canada / by land / 22d July 1793" in einen Stein.


1801 veröffentlichte er seine Expeditionsbücher und wurde im folgenden Jahr in den Ritterstand gehoben. Später wurde MacKenzie Direktor der North West Company, wo er großen Einfluss auf die Expansion Kanadas hatte. Er trieb die Vereinigung mit der Hudson’s Bay Company voran, welche 1821 vollzogen wurde.

Alexander Mackenzie

Alexander Mackenzie PC (* 28. Januar 1822 in Logierait, Perthshire, Schottland; † 17. April 1892 in Toronto) war ein kanadischer Bauunternehmer und Politiker. Er war der zweite Premierminister des Landes und regierte vom 7. November 1873 bis zum 8. Oktober 1878.

 

Sein Vater starb, als er 14 Jahre alt war. Alexander Mackenzie musste zusammen mit zwei Brüdern für den Unterhalt der Familie sorgen, konnte aber mit 16 eine Lehre als Steinmetz beginnen. 1842 wanderte er auf der Suche nach Arbeit nach Kanada aus. Er zog nach Kingston und gründete bald darauf ein Bauunternehmen, wobei er sich die meisten notwendigen Fertigkeiten selbst beibrachte.

 

1845 heiratete er Helen Neil, mit der er drei Kinder hatte, von denen jedoch nur eine Tochter das Säuglingsalter überlebte. Mackenzie zog 1846 nach Sarnia um, wo sich auch die übrige Familie niedergelassen hatte. Das Unternehmen war erfolgreich und konnte sich zahlreiche öffentliche Aufträge im Südwesten Ontarios sichern, darunter den Bau mehrerer Gerichtsgebäude. Mackenzie konvertierte vom Presbyterianismus zum Baptismus und engagierte sich in der Abstinenzbewegung. Nachdem seine erste Ehefrau am 4. Januar 1852 verstorben war, heiratete er am 17. Juni 1853 Jane Sym; das Paar blieb kinderlos.

 

Schon bald nach seiner Emigration nach Kanada wurde Mackenzies politisch aktiv und hatte im Lambton County mehrere öffentliche Ämter inne. So war er Beauftragter für Volkszählungen, Mitglied der Feuerwehr, der dialektischen Gesellschaft, der Abstinenzlergesellschaft und des Schulrates. Außerdem organisierte er Wahlkämpfe für liberale Politiker auf Provinzebene, z.B. für seinen Bruder Hope Mackenzie. 1861 wurde er ins Parlament der Provinz Kanada gewählt, 1867 ins neu geschaffene kanadische Unterhaus. Nachdem Generalgouverneur Lord Dufferin die konservative Regierung von John Macdonald wegen des Pacific-Skandals aufgelöst hatte, suchte er jemanden, der eine neue Regierung bilden konnte. Bei den Liberalen gab es keinen klaren Anführer; erst nachdem drei andere Politiker abgelehnt hatten, wurde Mackenzie zum Premierminister ernannt. Mackenzie trat sein Amt am 7. November 1873 an, bildete eine neue Regierung und bat den Generalgouverneur darum, am 22. Januar 1874 Neuwahlen anzusetzen. Die Unterhauswahlen 1874 endeten mit einem Sieg der Liberalen Partei. Mackenzies wichtigstes Anliegen während seiner Regierungszeit war die Reform und Vereinfachung der staatlichen Verwaltung. Er schaffte die öffentlichen Wahlversammlungen ab und führte stattdessen geheime Wahlen ein, schuf den Obersten Gerichtshof und gründete die Königliche Militärakademie Kanadas. Allerdings geriet der Bau der Canadian Pacific Railway ins Stocken, da die Finanzierung damals fast ausschließlich mit öffentlichen Geldmitteln erfolgte. Nach der Niederlage bei den Unterhauswahlen 1878 gegen Macdonalds Konservative Partei trat Mackenzie am 8. Oktober 1878 zurück, bis 1880 blieb er Oppositionsführer. Zu dieser Zeit war es üblich, dass der britische Monarch alle abtretenden kanadischen Premierminister zum Ritter schlug, doch Mackenzie lehnte dies stets ab. Er starb im Alter von 70 Jahren an einem Herzinfarkt, der durch einen schweren Sturz verursacht worden war. Bis zu seinem Tod blieb er Parlamentsabgeordneter. Er ist im Lakeview-Friedhof in Sarnia begraben.

Red McKenzie

Red McKenzie (* 14. Oktober 1899 in St. Louis; † 7. Februar 1948 in New York City) war ein weißer US-amerikanischer Jazz-Musiker (Bandleader, Sänger, Kamm) des Chicago Jazz und Musikagent.

McKenzie spielte Anfang der 1920er Jahre neben seinem Job als Hotelboy mit einigen Freunden (Dick Slevin[1] auf dem Kazoo, Jack Bland auf Banjo und Gitarre, McKenzie auf dem Kamm und als Sänger) in St. Louis (auch Mound City genannt nach der nahegelegenen alten Indianerstadt) Straßenmusik. Der Bandleader Gene Rodemich hörte sie und organisierte 1924 eine gemeinsame Aufnahme für Brunswick in Chicago: „Arkansas Blues“ und „Blue Blues“ mit den Mound City Blue Blowers, das sich beinahe eine Million mal verkaufte. Nach diesem Erfolg traten sie in New York auf, wo Eddie Lang dazustieß, und spielten als McKenzie´s Candy Kids 1925 in London. Mit seinen Mound City Blue Blowers (in wechselnder Besetzung) spielten später u.a. Muggsy Spanier, Jack Teagarden, Jimmy Dorsey, Glenn Miller, Eddie Condon und später auch Frank Josh Billings. Mit Condon nahm er 1927 als „McKenzies and Condons Chicagoans“ bei Okeh auf, mit Gene Krupa und vielen bekannten Chicago-Jazzmusikern. 1928 hatte Pee Wee Russell seine ersten Aufnahmen mit ihnen. Auf einer Aufnahme von 1929 mit den Mound City Blue Blowers spielen auch Coleman Hawkins und Rex Stewart mit, weswegen sie manchmal als eine der ersten gemischt-rassigen Jazz-Einspielungen angesehen wurde.

 

Ab Ende der 1920er Jahre arbeitete McKenzie auch als Musikagent, der z.B. die ersten Aufnahmen von Bix Beiderbecke und Frankie Trumbauer für Okeh vermittelte. Daneben trat er auch als Sänger auf, arbeitete während der Depression der 1930er Jahre in St. Louis in einer Brauerei und spielte in den Jazzclubs der 52nd Street in New York in den 1930er Jahren eine wichtige Rolle. Da er von hitzigem Temperament war, ließ er dabei auch manchmal die Fäuste sprechen. 1944 zog er wieder nach New York, wo er mit Eddie Condon spielte. Er war Alkoholiker und starb relativ jung mit 48 Jahren an Leberzirrhose.

Compton Mackenzie

Sir Edward Montague Compton Mackenzie (* 17. Januar 1883 in West Hartlepool; † 30. November 1972 in Edinburgh) war ein schottischer Schriftsteller und Nationalist.

Mackenzie wurde in eine Familie hineingeboren, in der das Theater eine wichtige Rolle spielte. Fay Compton, seine Schwester, trat in vielen Stücken von James M. Barrie, wie zum Beispiel Peter Pan, auf. Auch sein Vater Edward Compton war Schauspieler. Obwohl Mackenzie in England geboren wurde, war sein Leben von einer tiefen Bindung zur schottisch-gälischen Kultur geprägt.

 

Während des Ersten Weltkriegs diente Mackenzie am östlichen Mittelmeer in der British Intelligence. Über die Erfahrungen, die er in dieser Zeit sammelte, veröffentlichte er später vier Bücher. Zwischen 1920 und 1923 war er Mieter der Kanalinsel Herm.

 

Mackenzie war dreimal verheiratet und nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Schauspieler und Rundfunksprecher tätig. Außerdem war er politisch aktiv und zählt zu den Gründern der Scottish National Party.

 

In den 1930er-Jahren errichtete Mackenzie auf der schottischen Insel Barra ein Anwesen. In der Zeit, in der er dort lebte, gewann er neben der Inspiration auch viele Freunde, die er als Aristokraten der Demokratie bezeichnete. Zu diesen gehörte auch John MacPherson, der als The Coddy bekannt ist.

 

Nach seinem Tod 1972 wurde Sir Compton Mackenzie auf Barra bestattet.

Niall Mackenzie

Niall Macfarlane Mackenzie (* 19. Juli 1961 in Stirling, Schottland) ist ein ehemaliger britischer Motorradrennfahrer. Mackenzie gewann in seiner Karriere dreimal die britische Superbike-Meisterschaft und startete lange Jahre in der Motorrad- sowie Superbike-Weltmeisterschaft. Sein Sohn Taylor ist ebenfalls Motorradrennfahrer.

Seit seinem Karriereende veranstaltet Niall Mackenzie regelmäßig Fahrertrainings auf den Strecken von Knockhill und Donington Park, bei denen er auf als Fahrlehrer fungiert. Außerdem arbeitet er für die Zeitschrift Two Wheels Only, für die er Testberichte über Motorräder verfasst und ist als Berater für Yamaha sowie als TV-Experte aktiv.

 

 

 

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